Der Oktober beginnt mit einer auffälligen Bewegung nach innen.
Bereits am 3. Oktober wird Venus im Skorpion rückläufig, gegen Monatsende folgt Merkur im selben Zeichen. Was bisher selbstverständlich erschien, kann dadurch nochmals in Frage gestellt werden: Beziehungen, Werte, Vertrauen, Entscheidungen und die Geschichten, die wir uns über andere Menschen oder über uns selbst erzählen.
Das bedeutet nicht, dass nun alles problematisch oder rückwärtsgewandt werden muss. Rückläufige Phasen können vielmehr dazu einladen, einen zweiten Blick zu wagen. Manches, was zunächst eindeutig erschien, zeigt vielleicht noch eine andere Seite. Ein alter Gedanke taucht wieder auf, eine Beziehung möchte neu betrachtet werden oder wir stellen fest, dass sich unsere Werte verändert haben.

Bevor wir auf die Einzelheiten dieses Monats eigenen, müssen wir uns noch kurz über die langfristigen Aspekte unserer Zeit erinnern.
Im Hintergrund wirken die grösseren Entwicklungen weiter, die uns bereits seit Monaten begleiten. Saturn und Neptun im Widder stellen nach wie vor die Frage, welche neuen Wege wirklich tragfähig sind. Vieles befindet sich noch in einem Übergang zwischen Vorstellung und Wirklichkeit. Neue Ideen entstehen schnell, doch nicht jede davon besitzt bereits eine Form, die auch längerfristig trägt. Gerade deshalb kann diese Verbindung dazu anregen, Begeisterung und Nüchternheit nicht als Gegensätze zu verstehen. Visionen brauchen Offenheit – aber ebenso Zeit, Erfahrung und die Bereitschaft, sie an der Wirklichkeit zu prüfen.
Uranus bewegt sich rückläufig durch die Zwillinge und lenkt den Blick stärker darauf, was die rasante Veränderung von Kommunikation, Medien und künstlicher Intelligenz eigentlich mit uns macht. Es geht längst nicht mehr nur darum, welche technischen Möglichkeiten neu entstehen. Ebenso wichtig wird die Frage, wie sich unser Denken verändert, wenn Informationen jederzeit verfügbar sind, Antworten immer schneller geliefert werden und Algorithmen zunehmend mitbestimmen, was wir wahrnehmen. Vielleicht beginnt hier eine neue Phase, in der nicht nur der technische Fortschritt selbst, sondern unser bewusster Umgang damit in den Vordergrund rückt.
Pluto im Wassermann begleitet tiefgreifende gesellschaftliche Veränderungen, deren Folgen sich oft erst allmählich zeigen. Macht verteilt sich neu, Netzwerke gewinnen an Bedeutung und technische Systeme greifen immer stärker in gesellschaftliche Abläufe ein. Dabei stellt sich nicht nur die Frage, wer über neue Möglichkeiten verfügt, sondern auch, wie Verantwortung und Einfluss in einer zunehmend vernetzten Welt verteilt werden. Viele dieser Entwicklungen sind noch offen und lassen sich weder eindeutig als Fortschritt noch als Bedrohung einordnen.
Auch Jupiter im Löwen bleibt deutlich spürbar. Er vergrössert den Wunsch nach Sichtbarkeit, Gestaltung und Wirkung. Menschen, Unternehmen und politische Akteure möchten wahrgenommen werden, Einfluss nehmen und Stärke zeigen. Im besten Fall kann daraus Mut, Grosszügigkeit und verantwortungsvolle Führung entstehen. Ebenso kann sich diese Qualität jedoch in Selbstüberschätzung, Inszenierung oder dem Bedürfnis zeigen, Grösse vor allem demonstrieren zu müssen. Vielleicht liegt genau darin eine der interessanteren Hintergrundfragen dieses Herbstes: Nicht wer am eindrucksvollsten auftritt, sondern welche Form von Einfluss und Gestaltung langfristig wirklich realistisch ist.
Gerade dazu scheint der Oktober eine interessante Gegenbewegung zu bilden. Während Jupiter im Löwen gerne gross denkt und sichtbar handelt, fragen Venus und später Merkur rückläufig: Ist das wirklich stimmig – oder wirkt es nur überzeugend?
Schauen wir uns also die astrologischen Bewegungen im Oktober an.
Samstag, 3. Oktober 15:25 – Abnehmendes Viertel im Krebs
Beim abnehmenden Viertel steht der Mond im Krebs im Quadrat zur Sonne in der Waage.
Die Waage-Sonne richtet die Aufmekrsamkeit auf Beziehung, Ausgleich und die Frage, wie unterschiedliche Bedürfnisse miteinander verbunden werden können. Der Krebs-Mond fragt dagegen sehr unmittelbar nach emotionaler Sicherheit: Wo fühle ich mich aufgehoben? Was brauche ich, um mich innerlich wohlzufühlen? Und wo schütze ich etwas, weil es mir wirklich guttut – oder vielleicht auch nur, weil es mir so vertraut ist?
Diese Mondphase kann zeigen, dass Harmonie (Waagesonne) und Geborgenheit (Krebsmond) nicht immer dasselbe sind. Manchmal passen wir uns an, um eine Beziehung ruhig zu halten, obwohl ein eigenes Bedürfnis zu kurz kommt. Umgekehrt können wir uns in das Vertraute zurückziehen und übersehen, dass auch der andere seinen Platz braucht.
Das abnehmende Viertel lädt dazu ein, genauer hinzuschauen, welche Formen von Rücksichtnahme noch stimmig sind und wo etwas losgelassen werden darf. Vielleicht ist es manchmal hilfreicher, eine kleine Unstimmigkeit ehrlich anzusprechen, als lange den Eindruck zu bewahren, alles sei in Ordnung.
Am selben Tag wird Venus im Skorpion rückläufig. Dadurch erhält diese Mondphase zusätzlich eine nachdenkliche Färbung. Beziehungsthemen lassen sich möglicherweise nicht mehr nur durch äusseren Ausgleich lösen. Etwas möchte tiefer betrachtet werden.
Ab 3. Oktober 9:20 – Venus rückläufig im Skorpion
Venus steht für Beziehung, Werte, Anziehung und die Frage, was wir als wertvoll empfinden. Im Skorpion möchte sie wissen, was hinter einer Verbindung liegt: Wie tief reicht das Vertrauen? Wo entstehen Bindungen? Was zeigen wir von uns – und was halten wir zurück? Während ihrer Rückläufigkeit können solche Fragen wieder stärker ins Bewusstsein treten.
Vielleicht denken wir an einen Menschen aus der Vergangenheit. Vielleicht bemerken wir ein altes Beziehungsmuster oder stellen fest, dass wir heute damit etwas anders umgehen könnten als früher. Auch unser Verhältnis zu Besitz, Geld und persönlichen Werten kann sich verändern. Etwas, das einmal sehr wichtig erschien, verliert möglicherweise an Bedeutung. Umgekehrt entdecken wir vielleicht den Wert von etwas, das lange selbstverständlich war. Thema: Neu wertzuschätzen was wir haben. Ist es selbstverständlich?
Im Skorpion besteht allerdings die Gefahr, jede Empfindung sofort sehr tief deuten zu wollen. Nicht jedes Unbehagen verbirgt ein grosses Mysterium. Nicht jede Distanz bedeutet Ablehnung. Rückläufige Venus muss Beziehungen nicht zurück in die Vergangenheit führen. Sie kann ebenso helfen, mit einem klareren Blick in der Gegenwart zurückzublicken.
Samstag, 10. Oktober 17:50 – Neumond in der Waage
Beim Neumond stehen Sonne und Mond auf rund 17 Grad Waage zusammen. Dieser Neumond bildet ein Sextil zu Jupiter im Löwen. Gleichzeitig befindet sich Venus, die Herrscherin der Waage, bereits rückläufig im Skorpion. Damit bekommt das Thema Beziehung eine interessante Mischung aus Neubeginn und Rückschau.
Die Sonne in der Waage sucht Verbindung. Sie möchte unterschiedliche Interessen miteinander in Einklang bringen, zuhören, vermitteln und ein Verhältnis schaffen, in dem beide Seiten vorkommen dürfen.
Jupiter im Löwen bringt Grosszügigkeit und die Bereitschaft hinzu, sich zu zeigen. Im besten Fall kann daraus eine offene, warme Begegnung entstehen, in der Menschen nicht kleinlich darum kämpfen müssen, wer recht hat.
Doch Venus rückläufig erinnert daran, dass ein neuer Anfang nicht unbedingt bedeutet, einfach über das Bisherige hinwegzugehen. Vielleicht muss zunächst geklärt werden, was uns an einer Beziehung tatsächlich wichtig ist. Was wünsche ich mir vom anderen? Was bin ich selbst bereit einzubringen? Wo suche ich wirkliche Begegnung – und wo lediglich Bestätigung?
Der Waage-Neumond kann leicht mit Harmonie verbunden werden. Doch wirkliche Harmonie entsteht nicht dadurch, dass wir Unterschiede vermeiden. Sie entsteht dort, wo Unterschiedlichkeit bestehen darf, ohne dass daraus sofort Gegnerschaft entsteht.
Vielleicht ist das eine der wichtigeren Fragen dieses Neumondes: Kann ich einem anderen Menschen Raum geben, ohne deshalb meinen eigenen Standpunkt aufzugeben? Das gilt für persönliche Beziehungen ebenso wie für gesellschaftliche Gespräche. Wir müssen nicht einer Meinung sein, um einander zuzuhören. Und vielleicht beginnt ein neuer Umgang miteinander gerade dort, wo wir aufhören, jede Meinungsverschiedenheit als Bedrohung zu erleben. Das ist ein schönes Bild. Ich empfehle diesen Waage-Neumond zu nutzen.
Sonntag, 18. Oktober 18:12 – Zunehmendes Viertel im Steinbock
Der Mond im Steinbock bildet ein Quadrat zur Waage-Sonne. Was beim Neumond als Wunsch nach einem neuen Gleichgewicht begonnen hat, trifft nun auf die Wirklichkeit.
Die Waage möchte einen Ausgleich finden, der Steinbock fragt: Ist dieser Ausgleich auch realistisch? Manchmal finden Menschen eine Lösung, mit der im ersten Moment alle leben können. Doch erst im Alltag zeigt sich, ob sie wirklich funktioniert. Das gilt für Beziehungen ebenso wie für Abmachungen, berufliche Zusammenarbeit oder gesellschaftliche Kompromisse. Der Steinbock-Mond erinnert daran, dass Verlässlichkeit mehr bedeutet als eine gute Absicht.
Wer übernimmt Verantwortung? Welche Grenzen müssen beachtet werden? Und was lässt sich langfristig tatsächlich aufrechterhalten? Dabei sollte Verantwortung nicht mit Härte verwechselt werden. Auch eine realistische Lösung darf menschlich sein. Vielleicht besteht Reife gerade darin, die eigenen Grenzen anzuerkennen, anstatt etwas zu versprechen, das später nicht eingehalten werden kann.
Die Spannung zwischen Waage und Steinbock kann deshalb helfen, aus einem guten Wunsch eine echte Vereinbarung zu machen. Nicht alles, was gerecht klingt, funktioniert automatisch im wirklichen Leben. Aber auch nicht alles, was funktioniert, ist deshalb schon gerecht. Beides miteinander zu verbinden, könnte die eigentliche Aufgabe dieser Mondphase sein.
16. Oktober – Pluto wird wieder direktläufig
In der Monatsmitte beendet Pluto im Wassermann seine rückläufige Phase. Bei einem so langsam laufenden Gestirn ist daraus kein plötzliches Ereignis zu erwarten. Die Veränderung ist eher Teil eines langfristigen Prozesses. Pluto im Wassermann stellt seit einiger Zeit Fragen nach Macht in Gemeinschaften, technischen Systemen und gesellschaftlichen Strukturen. Wer besitzt Einfluss? Wer gestaltet Regeln? Welche Macht entsteht durch Daten, Netzwerke und neue Technologien? Und wie verändert sich das Verhältnis zwischen Individuum und Gemeinschaft?
Solche Entwicklungen vollziehen sich über Jahre. Der Richtungswechsel Plutos kann deshalb eher als kleine Markierung innerhalb eines langen Prozesses verstanden werden. Vielleicht wird an manchen Stellen etwas erkennbar, das bereits länger im Hintergrund gewachsen ist.
Freitag, 23. Oktober 11:38 – Sonne wechselt in den Skorpion
Mit dem Wechsel der Sonne in den Skorpion verändert sich die Grundstimmung des Monats. Die Waage fragte nach Beziehung und Ausgleich. Der Skorpion möchte tiefer gehen. Er interessiert sich weniger dafür, wie etwas nach aussen aussieht, sondern dafür, was tatsächlich darunterliegt. Was verbindet Menschen wirklich? Wo bestehen Abhängigkeiten? Welche Gefühle werden zurückgehalten? Und was möchten wir vielleicht nicht sehen, weil die Antwort unbequem sein könnte?
Diese Zeit kann sehr klärend sein, wenn wir bereit sind, genauer hinzusehen. Doch Tiefe bedeutet nicht automatisch, hinter allem ein verborgenes Motiv finden zu müssen. Auch der Skorpion kann sich verirren, wenn aus Aufmerksamkeit Misstrauen wird. Manchmal ist eine einfache Erklärung tatsächlich die richtige. Die Kunst besteht vielleicht darin, weder an der Oberfläche stehenzubleiben noch zwanghaft nach etwas Verborgenem zu suchen.
Samstag, 24. Oktober 9:14 – Merkur wird im Skorpion rückläufig
Nur einen Tag nach dem Sonnenwechsel wird Merkur im Skorpion rückläufig. Damit verdichtet sich das Motiv des Zurückschauens nochmals. Merkur im Skorpion möchte verstehen, was unter der Oberfläche liegt. Rückläufig kann er alte Gespräche, ungeklärte Fragen oder frühere Schlussfolgerungen nochmals ins Bewusstsein bringen.
Vielleicht erinnern wir uns an etwas, das jemand vor längerer Zeit gesagt hat und verstehen es plötzlich anders. Vielleicht erkennen wir, dass wir einem Menschen ein Motiv unterstellt haben, das wir gar nicht sicher kennen. Oder wir merken, dass eine Geschichte, die wir uns lange über uns selbst erzählt haben, nicht mehr ganz stimmt.
Beachte: Nachdenken ist nicht dasselbe wie Grübeln. Nachdenken kann zu einer neuen Erkenntnis führen. Grübeln dreht sich häufig um dieselben Annahmen, ohne neue Informationen hinzuzunehmen. Merkur rückläufig im Skorpion kann deshalb eine gute Gelegenheit sein, alte Gedanken noch einmal zu prüfen – aber nicht unbedingt, sie immer tiefer auszuschmücken. Manchmal entsteht Klarheit auch dadurch, dass wir eine Erklärung fallenlassen.
Sonntag, 25. Oktober 10:10 – Venus kehrt rückläufig in die Waage zurück
Nach einigen Wochen im Skorpion kehrt Venus rückläufig nochmals in ihr eigenes Zeichen Waage zurück. Damit verändert sich die Fragestellung. Im Skorpion ging es stärker um Vertrauen, Bindung und emotionale Tiefe. In der Waage richtet sich der Blick wieder auf das Verhältnis zwischen zwei Menschen oder auch Gruppen. Wie begegnen wir einander? Ist Geben und Nehmen noch ausgewogen? Wo sind Kompromisse sinnvoll – und wo verlieren wir uns selbst darin?
Vielleicht zeigt sich nun, dass ein Beziehungsthema nicht durch immer tiefere Analyse gelöst werden muss. Manchmal braucht es vielmehr ein ehrliches Gespräch und die Bereitschaft, auch die Sichtweise des anderen gelten zu lassen.
Venus rückläufig in der Waage kann uns daran erinnern, dass Beziehung weder völlige Verschmelzung noch vollständige Unabhängigkeit bedeutet. Es bleibt immer ein Ich und ein Du oder ein Wir und die Anderen. Und genau dazwischen entsteht Beziehung.
Montag, 26. Oktober 5:12 – Vollmond im Stier
Beim Vollmond steht der Mond auf rund 3 Grad Stier der Sonne im Skorpion gegenüber. Gleichzeitig bildet Pluto im Wassermann zu beiden ein enges Quadrat. Damit bekommt dieser Vollmond deutlich mehr Spannung als die ruhige Stier-Symbolik zunächst vermuten lässt.
Der Stier-Mond sucht Sicherheit, Beständigkeit und einen verlässlichen Boden. Die Skorpion-Sonne weiss jedoch, dass nicht alles dauerhaft festgehalten werden kann. Leben verändert sich. Beziehungen verändern sich. Werte verändern sich. Manchmal muss etwas losgelassen werden, damit etwas anderes entstehen kann. Darin liegt die Spannung dieser Achse: Was möchte ich bewahren – und wo halte ich fest, weil Veränderung Angst macht?
Stier ist nicht einfach unbeweglich. Er besitzt die wichtige Fähigkeit, etwas aufzubauen und zu erhalten. Skorpion ist nicht einfach zerstörerisch. Er erkennt, wann eine Form ihre Lebendigkeit verloren hat und Veränderung notwendig wird. Pluto im Quadrat verstärkt diese Frage.
Vielleicht zeigt sich deutlicher, wo Sicherheit von äusseren Umständen abhängig gemacht wurde. Besitz kann Sicherheit vermitteln. Ein verlässliches Einkommen ebenso. Eine Beziehung, ein Zuhause oder ein vertrauter Alltag können Halt geben. Doch keine dieser Formen kann ewig gleich bleiben.
Es geht um die Frage, ob neben der äusseren Sicherheit auch etwas in uns gewachsen ist, das Veränderungen annhemen kann. Gerade weil Venus zu diesem Zeitpunkt rückläufig in die Waage zurückgekehrt ist und Merkur rückläufig im Skorpion steht, könnten alte Wert- und Beziehungsthemen nochmals berührt werden.
Auch hier würde ich jedoch keine schnellen Entscheidungen empfehlen. Ein Vollmond kann etwas sichtbar machen. Sichtbarkeit verlangt aber nicht automatisch sofortiges Handeln. Manchmal ist es bereits viel, klarer zu erkennen, woran wir hängen – und warum.
Monatsgedanke
Der Oktober bringt weniger neue Impulse als der September. Stattdessen scheint vieles nochmals zurückzukommen. Venus überprüft Werte und Beziehungen. Merkur überprüft Gedanken und Deutungen. Der Waage-Neumond fragt nach einem neuen Umgang miteinander. Das zunehmende Viertel im Steinbock prüft, ob gute Absichten auch im Alltag tragen. Und beim Stier-Vollmond begegnen sich das Bedürfnis nach Sicherheit und die Tatsache, dass Leben stets auch Veränderung bedeutet. Vielleicht lässt sich der Monat deshalb mit vier Worten beschreiben:
Zurückschauen – überdenknen – fühlen – neu betrachten – weitergehen.
Aber bitte nicht in der Vergangenheit hängen zu bleiben. Wir schauen zurück, weil wir heute ein anderer Mensch sind als früher. Eine Entscheidung, die früher richtig war, kann heute nicht mehr passen. Ein Wert kann sich verändert haben. Eine Beziehung kann eine neue Form brauchen. In einer Zeit, in der vieles immer schneller werden soll, könnte der Oktober daran erinnern, dass Entwicklung nicht nur durch Vorwärtsdrängen entsteht. Manchmal entsteht sie dadurch, dass wir noch einmal hinschauen.
Die kleineren Wellen des Mondes – Zeichenwechsel des Mondes
Neben den vier grossen Mondphasen verändert der Mond etwa alle zweieinhalb Tage das Tierkreiszeichen. Diese Wechsel können feinere Stimmungsverschiebungen anzeigen. Sie sind keine festen Vorgaben, sondern eher eine Einladung, unterschiedliche Bedürfnisse und innere Bewegungen bewusster wahrzunehmen.
Montag, 5. Oktober, 00:57 Uhr Mond im Löwen
Lebensfreude, Kreativität und persönlicher Ausdruck gewinnen an Bedeutung. Eine gute Zeit, etwas zu gestalten oder einem Herzensanliegen mehr Aufmerksamkeit zu schenken.
Mittwoch, 7. Oktober, 04:55 Uhr Mond in der Jungfrau
Der Blick richtet sich auf Ordnung, Alltag und praktische Verbesserungen. Vieles lässt sich sortieren oder vereinfachen, ohne dass alles perfekt sein muss.
Freitag, 9. Oktober, 10:12 Uhr Mond in der Waage
Begegnung, Austausch und Ausgleich treten stärker hervor. Unterschiedliche Bedürfnisse lassen sich leichter nebeneinander betrachten, solange Harmonie nicht mit Anpassung verwechselt wird.
Sonntag, 11. Oktober, 17:24 Uhr Mond im Skorpion
Gefühle können intensiver werden. Oberflächliche Antworten reichen weniger. Ehrliches Hinschauen kann klären, solange Wahrnehmung und Interpretation nicht miteinander verwechselt werden.
Mittwoch, 14. Oktober, 03:02 Uhr Mond im Schützen
Der Blick weitet sich. Neue Perspektiven, Bewegung und Sinnfragen können anregend wirken. Begeisterung tut gut, solange sie den Bezug zur Wirklichkeit nicht verliert.
Freitag, 16. Oktober, 15:01 Uhr Mond im Steinbock
Verantwortung, Verlässlichkeit und das Machbare rücken in den Vordergrund. Eine gute Zeit, Angefangenes weiterzuführen und realistisch mit den eigenen Kräften umzugehen.
Montag, 19. Oktober, 03:43 Uhr Mond im Wassermann
Abstand kann neue Sichtweisen ermöglichen. Gewohnte Vorstellungen lassen sich leichter hinterfragen, und das Bedürfnis nach Eigenständigkeit kann stärker werden.
Mittwoch, 21. Oktober, 14:38 Uhr Mond in den Fischen
Die Wahrnehmung wird empfindsamer und durchlässiger. Ruhe, Musik, Natur oder schöpferische Tätigkeiten können guttun. Nicht alles, was empfunden wird, muss sofort erklärt werden.
Freitag, 23. Oktober, 21:55 Uhr Mond im Widder
Die Energie wird unmittelbarer. Eigene Bedürfnisse und Wünsche möchten ernst genommen werden. Ein klarer Schritt kann guttun, solange er nicht nur aus einem momentanen Impuls entsteht.
Ende Sommerzeit Sonntag 25.10.
Montag, 26. Oktober, 00:38 Uhr Mond im Stier
Das Bedürfnis nach Ruhe, Sicherheit und Verlässlichkeit wächst. Gerade um den Vollmond kann deutlicher werden, was wirklich Halt gibt und woran wir vielleicht nur aus Gewohnheit festhalten.
Mittwoch, 28. Oktober, 02:04 Uhr Mond in den Zwillingen
Gedanken, Gespräche und neue Informationen kommen wieder stärker in Bewegung. Neugier ist hilfreich, doch nicht jede offene Frage braucht sofort eine Antwort.
Freitag, 30. Oktober, 03:07 Uhr Mond im Krebs
Zum Monatsende richtet sich der Blick nochmals stärker nach innen. Nähe, Rückzug und die Frage, was emotional wirklich nährt, können wichtiger werden.
Die Zeichenwechsel des Mondes zeigen, wie beweglich unsere Bedürfnisse sein können. Was heute dringend erscheint, kann wenige Tage später bereits anders wirken. Das macht ein Gefühl nicht weniger wirklich. Es erinnert lediglich daran, nicht jede momentane Stimmung sofort für eine endgültige Aussage über unser Leben zu halten.
Gerade in einem Monat, der ohnehin stark vom Überprüfen und Neubewerten geprägt ist, kann diese Beweglichkeit hilfreich sein. Manches muss nicht sofort entschieden werden. Manches darf sich erst zeigen.
In diesem Sinne, viel Glück allen im Oktober 2026
Peter Schmid

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Danke für diese Darstellung, die ich unvergleichbar finde.
Das Verständnis, wie es für einen selbst weitergehen kann, hier aufgezeigt nicht einfach nur als ein Weg, sondern eine Beschreibung mit von zu erwartenden Umständen, Ereignissen, wo man sich fragen kann, werde ich auf meinem persönlichen zukünftige m Weg eine Richtung, Orientierung finden können, der für mich stimmt, mit aber auch ohne andere Menschen. Das ich verstehe was ich erwarten kann und wie ich mich verhalten sollte auch kann, durch die hier gegebene Orientierungs Möglichkeit, eine Landkarte bei der ich das Gelände verstehe und wie ich mich darin bewegen kann.
Vielen Dank für diese ausführliche und erklärende Information über die Monatsenergie und ich freue mich schon auf die nächsten. Es ist schön zu wissen wie der Himmel spielt. Dann kann man mitspielen. Nochmals vielen Dank.
Vielen herzlichen Dank für Ihre Arbeit mit diesen ausführlichen Newsletter.
Interessant war es Ihn zu lesen. Werde ihn natürlich immer mal wieder durchlesen, da ich nicht alle Informationen im Kopf behalten kann.
Danke