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Lebensschlüssel 12: Fische am Imum Cœli - Jungfrau am Medium Cœli
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"Halte
dir jeden Tag dreißig Minuten für deine Sorgen frei, und in
dieser Zeit mache ein Nickerchen." Abraham Lincoln
Die Aussagen dieser Achse gelten auch in mehr oder
weniger intensiver Form für:
Neptun im 4. Haus, Neptun im Quadrat oder
Spiegelpunkt zur IC/MC-Achse, Neptun in Konjunktion, Opposition,
Quadrat oder Spiegelpunkt zum Herrscher des 4. Hauses oder zu
einem Planeten im 4. Haus; Merkur im 10. Haus, Merkur im Quadrat
oder Spiegelpunkt zur IC/MC-Achse, Merkur in Konjunktion,
Opposition, Quadrat oder Spiegelpunkt zum Herrscher des 10.
Hauses oder zu einem Planeten im 10. Haus; Neptun oder Merkur im
Quadrat zur AC/DC-Achse.
Thema
Menschen mit der Entwicklungsachse Fische/Jungfrau (oder
Jungfrau/Fische) suchen ihr richtiges Maß an
-
Freiheit und
Einordnen
-
dem Überschreiten
von Grenzen und ihrem Respektieren
-
Geschehen lassen
und ordnend eingreifen
-
Vertrauen in die
natürliche Entwicklung der Dinge und Planen im voraus
-
Träumen, Fantasie
und Realitätsbewusstsein
-
Intuition und
analytischem Denken
-
Freiheit von
Bedingungen und ihrer optimaler Nutzung
-
Religiosität und
praktischer Lebensklugheit
-
Freiheit, ihre
Reaktionen bewusst zu bestimmen und reflexhaftem Reagieren
-
Idealismus und
Nützlichkeitsdenken
Ziel
Lebensaufgabe ist, Ordnung im Chaos zu schaffen und privat und
beruflich einen Platz zu finden, an dem sie sich angekommen und
richtig angesiedelt fühlen, um so das Empfinden, nirgendwohin zu
gehören, umzuwandeln in eines, das ihnen sagt, dass viele Plätze
die richtigen sein könnten, sie sich aber für einen freiwillig
entschieden haben und nun bereit sind, mit seinen Begrenzungen
und Bedingungen zurecht zu kommen. Das bereitwillige Einordnen
in Gegebenheiten ist mit dem Bewusstsein verknüpft, dass die
wahre Existenz grenzenlos ist und dass lediglich das Leben in
einer materiellen Form und in einem konkreten Miteinander
Grenzen erzeugt, die jedoch nicht absolut sondern von Situation
zu Situation variabel sind. Leben bedeutet in diesem Sinn zu
lernen, mit dem was, ist klug und flexibel umzugehen.
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Ziel, Motivation
und innere Berufung: Fische am IC
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Sehnsucht nach dem Grenzenlosen und nach Ordnung:
Menschen mit den Fischen am IC haben ein starkes Bedürfnis nach
Freiheit von den allgemein gültigen Regeln, Vorschriften und
Konventionen. Gleichzeitig sehnen sie sich danach, sich
einzufügen, mit etwas Größerem zu verschmelzen und nach einer
natürlichen Ordnung, durch natürliche, eigene Lebensregeln
entstehen. Auf den ersten Blick erscheint dies paradox, ist es
aber nicht: Sie sind bereit, sich freiwillig bestimmten Regeln
zu beugen, die ihnen sinnvoll erscheinen, bleiben sich aber
bewusst, dass sie nicht absolut sondern relativ und durch einen
Bewusstseinswandel veränderbar sind.
Sehnsucht nach Wahrheit: Wahrheit ist für sie mit dem
Ende der Suche, mit Erlösung und Heimkehr verbunden. Sie möchten
verstehen, was hinter den oft verwirrenden, oft
chaotisch-unkontrollierbaren Ereignissen des Lebens steht und so
ihre Angst in Vertrauen und die Gewissheit wandeln, dass wir
geborgen sind. Die Wahrheit zu entdecken schafft Sinn und die
Einsicht, was zu akzeptieren ist und was nicht. Viele haben
deshalb eine natürliche Religiosität, die sich nicht zwingend an
eine bestimmte Richtung gebunden fühlt.
Empfindsamkeit, Intuition, Traum: Sie suchen einen Ort,
an dem sie sich von der Alltagrealität zurückziehen können: In
Tag- und Nachtträumen, in Geschichten, in der Kunst und Musik
finden sie etwas, dass bildhaft ausdrückt, was sie fühlen und
meist selbst nicht benennen können. Wenn sie ihre angeborene
Gabe zur Beobachtung entwickeln, haben sie ein untrügliches
Gespür für die Wahrheit auch wenn sie ihnen nicht offensichtlich
dargeboten wird.
Kreativität: Fische-ICs haben einen natürlichen Zugang
zu dem Potential universeller schöpferischer Energie, sind sich
dessen jedoch meist nicht bewusst. Ihre Kreativität kann sich in
konkreten Dingen ausdrücken und auch in der Erkenntnis, dass das
Leben ein fortwährender schöpferischer Prozess ist, dessen
Gesetzmäßigkeiten wir erlernen können und schließlich zu dem zu
gelangen, wer wir wirklich sind.
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Problemerzeugende Muster:
Fische am IC
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Seelische Betäubung: Fische-ICs sind sehr
empfindsam und fühlen sich tief innerlich unsicher und verloren.
Sie fürchten sich vor Verlusten und dem Unberechenbaren und
Formlosen, das in ihr Leben einbrechen könnte. Sie haben früh
gelernt, sich gegen Ängste und Einsamkeit durch verschiedene
Abwehrmechanismen zu schützen: Durch Flucht in eine Traumwelt,
Betriebsamkeit und Fleiß oder durch Vergesslichkeit. So spüren
sie ihre wahren Gefühle nicht wirklich und können Probleme und
Verletzungen rational rechtfertigen oder ignorieren. Sie wollen
sich nicht mit der Wahrheit konfrontieren und halten mit Macht
an Illusionen fest.
Standpunktlosigkeit: Da sie sich und ihre Motive nicht
wirklich kennen tun sie sich schwer damit, einen festen inneren
Standpunkt einzunehmen. Alle Standpunkte scheinen möglich zu
sein, weshalb manche Fische-ICs sie nach dem
Nützlichkeitsprinzip auswechseln, während andere stark emotional
beeinflussbar sind, vor allem wenn es um Menschen und Dinge
geht, in denen sie einen Halt sehen.
Verwechslung von Wissen und Wahrheit: Sie glauben, dass
ein möglichst umfangreiches Wissen sie in die Lage
versetzt, alle Dinge im Voraus zu berücksichtigen und
verschaffen sich deshalb auch auf indirekte Art
Informationen.
Bindungen als Halt: Viele klammern sich an einen Menschen, eine
Lebenssituation oder einen Besitz, der ihnen Halt zu geben
verspricht, wissen jedoch in ihrer Seele, dass diese Form von
Halt trügerisch ist. Mit der ihnen eigenen Geschicklichkeit
sorgen sie dafür, dass sie nicht verlieren, was sie zu brauchen
glauben, hindern sich jedoch auf diese Weise selbst daran,
herauszufinden, was wahr ist – für sie selbst und andere.
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Scheinbare Lösungsstrategien:
Jungfrau am MC
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Kontrolle: Jungfrau-MCs kompensieren ihre
Ängste vor einer ungewissen Zukunft durch den Versuch, die Dinge
im Voraus zu berechnen und zu planen. Sie wollen ein Bollwerk
gegen die Unsicherheiten des Lebens errichten und suchen einen
Platz, an dem sie sich geschützt fühlen. Sie üben Kontrolle über
andere aus, indem sie sie an der „langen Leine“ halten und genau
austarieren, wo sie nachgeben müssen und wo nicht.
Anpassung: Anpassung ist ein Mittel, um die eigene
Orientierungslosigkeit zu kompensieren. Sich nach anderen zu
richten bedeutet, wenn man dies nicht aus einer inneren Klarheit
hinsichtlich des eigenen Standpunktes tut, fremde Lebensstile zu
übernehmen statt einen eigenen auszubilden. Jungfrau-MCs können
aufgerufen sein, sich zumindest soweit aus Halt gebenden
Lebenssituationen zu lösen, dass sie gezwungen sind, sich um
eine eigene, unabhängige Identität zu bemühen.
Optimales Verwerten und Lavieren: Jungfrau-MCs können
ihre Gabe, aus allem das Beste heraus zu holen, auch einsetzen,
um sich ohne falsche Rücksicht geschickt das zu nehmen, was sie
haben wollen und wechseln dafür auch den Standpunkt. Sie
entziehen sich wenn eine Situation unvorteilhaft aussieht und
finden die Lücke, in die sie stoßen können, um andere dazu zu
veranlassen, sich ihren Absichten anzuschließen.
Realismus als Gefühlsabwehr: Sie sind stolz auf ihren
pragmatischen Umgang mit dem Leben, der ihnen vorgaukelt, sie
seien effektiv und besonders in der Lage, die Dinge am Laufen zu
halten. Tatsächlich können ihr Fleiß und ihre Betriebsamkeit,
ihr Bemühen um Effizienz und Ordnung Ausweichmanöver sein, um
sich nicht mit Ängsten und unliebsamen Gefühlen
auseinandersetzen zu müssen. Ein kritisches Hinterfragen der
eigenen Motive, eine Differenzierung und Bereitschaft, die Dinge
so zu sehen, wie sie wirklich sind, ist deshalb unabdingbar
damit die positive Qualität dieser Eigenschaften gelebt werden
kann.
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Sehnsüchte
und Lösungsstrategien auf dem
Weg zu uns selbst: Jungfrau am MC
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Ordnung im Chaos und Genauigkeit: Fische-ICs
sind in verwirrenden, undurchsichtigen Umständen aufgewachsen,
die ihnen das Gefühl von Einsamkeit und Unverstandensein
vermittelt haben. Selbstbeobachtung und Beobachtung ihrer Umwelt
bringen Klarheit und Ordnung über die Hintergründe und Wirkungen
dessen, was erlebt wurde und führen zu dem befreienden Gefühl,
nach dem sie sich sehnen. Das Verlangen nach Ordnung und die
Suche nach Orientierung begleiten sie ihr ganzes Leben und sind
zentrale Lebensmotive. Dabei geht es um Detailgenauigkeit,
Realitätsbewusstsein und einen ökonomischen Einsatz ihrer
Kräfte.
Seinen Platz finden: Menschen mit den Fischen am IC
wissen, dass sie dann frei sein werden, wenn sie ihren Platz im
Leben finden, an dem sie sich einordnen - einen Ort, Menschen,
ein System, in dem sie sich geborgen und angekommen fühlen,
ähnlich wie der Rahmen und die Ordnung eines Klosters den Raum
für innere Freiheit schaffen können.
Lebensgeschicklichkeit – die „Logistik“ des Lebens lernen:
Die besonderen Fähigkeiten des Jungfrau-Prinzips liegen in
seiner Gabe, Situationen klug einzuschätzen und unter dem Aspekt
ihrer praktischen Verwertbarkeit zu betrachten. „Was ist möglich
und was nicht?“ „Was kann mit einem sinnvollen Kräfteeinsatz
erreicht werden und müssen die Energien eingesetzt werden?“ sind
wesentliche Fragen. Die Fähigkeit, Konsequenzen vor dem Handeln
vorauszusehen ist ein Merkmal gründlicher Menschen. Jungfrau-MCs
sind in der Lage, auf den Zeitumständen zu „surfen“, sie für
sich nutzbar zu machen und, wenn nötig, ohne Reibungsverlust
zurückzustehen.
Achtsamkeit: Achtsamer Umgang mit sich selbst und
anderen ist ein wichtiger Schlüssel für ihren Lebensweg.
Zuhören, ein bewusstes und flexibles Eingehen auf die sich
ändernden Bedingungen, die Bereitschaft, sich auch zurücknehmen
zu können, sind die Eigenschaften, die diese Achtsamkeit
garantieren.
Liebe zum Alltäglichen: Kleine Freuden, das Schöne des
Alltäglichen und seine gesunden Zwänge sind der Weg aus
Resignation und Chaos. Dazu gehört auch, seinen Platz zu
bestimmen, den Platz, an dem man gehört und gehören möchte, der
die Aufgaben und Möglichkeiten bietet, an denen man sich
angekommen und richtig eingefügt fühlt.
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Die Fluchtpunktachse:
Vermeidungsstrategien und Ressourcen
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Die Zeichen Schütze/Zwillinge stehen im Quadrat zu Fische am
Imum Cœli und Jungfrau am Medium Cœli. Das Thema der IC/MC-Achse
Fische/Jungfrau und ihrer Fluchtpunktachse Schütze/Zwillinge ist
die Herausforderung, Träume und Visionen (Schütze) mit der
Bereitschaft, Grenzen der Vorstellungskraft zu überschreiten
(Fische), einer angemessenen Voraussicht und Geschicklichkeit
(Jungfrau) und dem realistischen Erkennen von Fakten (Zwillinge)
in Übereinstimmung zu bringen.
Vermeidungsstrategien: Östlicher Fluchtpunkt Schütze
Übertreibung, große Visionen und Enthusiasmus:
Sie schenken den Einzelheiten einer Sache nicht genügend
Beachtung, entweder, weil sie sich mit den Realitäten nicht
auseinander setzen wollen oder weil sie sich von Details
gelangweilt fühlen. Großartige Vision oder Ideen beflügeln sie,
für die sie jedoch nicht die nötige Basis- und Detailarbeit
leisten.
Toleranz oder Vertrauen am falschen Platz: Um
der Wahrheit auszuweichen und Konsequenzen zu vermeiden zeigen
Jungfrau-MCs mit der ihnen eigenen Geschicklichkeit Toleranz
oder sind vertrauensselig. Sie sind einsichtig, verstehen andere
und lenken an Stellen ein, an denen sie einen klaren Standpunkt
beziehen müssten.
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Wie
aus dem östlichen Fluchtpunkt eine Ressource wird:
Westlicher Fluchtpunkt Zwillinge
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Offenheit für Informationen und Liebe zum Detail:
Jungfrau-MCs, die sich detailliert informieren, sind
anderen in der Umsetzung von Zielen oft voraus. Ihre
Überzeugungskraft wird dann durch Wissen und Know-how
unterstützt, so dass große Ziele möglich werden.
Sachlichkeit: Eine weniger vertrauensvolle oder
tolerante Einstellung, die sich mehr an den Fakten als an dem
orientiert, was man glauben möchte, hilft ihnen, eine gewissen
Objektivität zu entwickeln und sich zu realistisch zu
orientieren.
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