 |
|

|
|
Lebensschlüssel 5: Löwe am Imum Cœli - Wassermann am
Medium Cœli
|
|
"Wer
sich in den Schubladen einrichtet, in die er gesteckt wird, hat
sich selbst schon zu den Akten gelegt." Hans Kruppa
Die Aussagen dieser Achse gelten auch in mehr oder
weniger intensiver Form für:
Pluto im 4. Haus, Pluto im Quadrat oder Spiegelpunkt zur
IC/MC-Achse, Pluto in Konjunktion, Opposition, Quadrat oder
Spiegelpunkt zum Herrscher des 4. Hauses oder zu einem Planeten
im 4. Haus; Venus im 10. Haus, Venus im Quadrat oder
Spiegelpunkt zur IC/MC-Achse, Venus in Konjunktion, Opposition,
Quadrat oder Spiegelpunkt zum Herrscher des 10. Hauses oder zu
einem Planeten im 10. Haus. Sonne oder Uranus im Quadrat zur
AC/DC-Achse.
Thema
Menschen mit der Entwicklungsachse Löwe/Wassermann (oder
Wassermann/Löwe) suchen ihr richtiges Maß an
-
subjektiver und
objektiver Sichtweise
-
Stimmungsabhängigkeit und emotionaler Distanz
-
Selbstbezogenheit
und übergeordneten Themen
-
spontanem Handeln
und der Fähigkeit, sich zurückzunehmen
-
Authentizität und
Berücksichtung anderer Standpunkte und Erlebensweisen
-
Persönlicher
Macht und Konfliktvermeidung
-
Autorität und
Vermittlerposition
|
|
Ziel,
Motivation und innere Berufung: Löwe am IC
|
|
Intensive Emotionalität: Menschen mit Löwe am
IC reagieren – während sie häufig ganz anders wirken - auf
alles sehr emotional und subjektiv, sind stolz und verletzlich
und können im besten Sinn mitfühlend – empathisch – sein. Jedes
Gefühl trägt den Impuls zum Handeln in sich und bildet einen
starken Motor. Vieles wird dabei nicht umgesetzt, denn sie gehen
nach außen eher ökonomisch mit ihrer Energie um, orientieren
sich dabei am Nützlichkeitsprinzip und können geschickt das für
sie Optimale herausholen.
Produktivität, kreativer Selbstausdruck und Erfindungsgabe:
Das Bedürfnis, aktiv und produktiv zu sein ist besonders stark.
Löwe-ICs erkennen sich in ihren Schöpfungen. Sie brauchen das
Gefühl, etwas Prägendes zu tun und etwas geschaffen zu haben.
Ihre Originalität und Erfindungsgabe bildet die Voraussetzungen,
um aus der Masse herauszuragen und anders zu sein.
Im Zentrum stehen: Sie verfügen über einen
intensiven Lebensantrieb und einen starken Willen, der sich auf
das Besondere und Außergewöhnliche richtet. Sie wollen
beeindrucken, eine Autorität sein, sich die eigene
Wichtigkeit bestätigen und im Zentrum des Geschehens stehen. Sie
wollen ein Mensch sein der, wie es das I Ging ausdrückt, „alles
unter dem Himmel erleuchtet und erfreut“[1]
und der eine Alpharolle einnimmt.
Selbstbewusstsein und Freiheitsliebe: Löwe-ICs besitzen
einen natürlichen Stolz, ein Selbstbewusstsein, das sich am
stärksten in einem lustbetonten Handeln ausdrückt. Sie wollen
ihren Tag und ihr Leben frei gestalten und sich nicht in ein
Korsett pressen lassen. Ihr Verlangen nach Selbstbestimmung
zeigt sich auch darin, dass sie ihre Ziele häufiger ändern, da
sie aus Stimmungen geboren werden. Tätigkeiten, mit denen sie
innerlich nicht übereinstimmen, nehmen ihnen mehr Kraft als den
meisten anderen ICs.
|
|
Problemerzeugende
Muster: Löwe am IC
|
|
Subjektivität und Egozentriertheit: Ungeachtet
ihrer äußerlich meist ruhigen, distanzierten Außenwirkung sind
Löwe-ICs hochemotional und ausgesprochen subjektiv in ihren
Bewertungen. Alles löst intensive Gefühle aus und fordert sie
zum Reagieren auf während es ihnen die beste Strategie nach
außen zu sein scheint, auf Distanz zu bleiben, sich nicht
einzumischen und Konflikten aus dem Weg zu gehen.
Kurzschlusshandlungen: Durch ihre Subjektivität und
motorische Unruhe sind sie schnell von allem betroffen. Diese
Betroffenheit verleitet sie dazu, spontan bis unüberlegt
zu handeln, häufig aus verletztem Stolz, Machtbedürfnissen oder
umgekehrt aus Ohnmachtgefühlen heraus.
Der Nabel der Welt: Sie kreisen um sich selbst und
sehen sich ganz selbstverständlich als zentrale Figur im Spiel
des Lebens, was, wenn es in der richtigen Form geschieht, eine
natürliche Gabe ist, die andere ICs erst lernen müssen..
Löwe-ICs wollen bewundert werden und empfinden es als eine
narzistische Kränkung, wenn ihre Besonderheit und
Führungsanspruch nicht gewürdigt werden.
Hybris und Eitelkeit: Ihr Wunsch, zu beweisen, wer sie
sind und eine Sonderrolle einzunehmen, kann zu
Selbstüberschätzung und Überheblichkeit führen, die sie von
Beifall abhängig macht. Ungenügende Aufmerksamkeit und Respekt
erzeugen Wut, die jedoch meist nicht offen gezeigt wird. Statt
dessen legt man ein harmonisches Verhalten an den Tag, das die
Sympathien erhalten soll.
„Standby“ und Versagensängste: Obwohl sie innerlich
„unter Strom stehen“ und unbedingt aktiv sein wollen, gleicht
ihre Situation oft einem „standby“ – sie stehen in den
Startlöchern - als dass sie in Aktion treten. Ihre meist sehr
hoch geschraubten Ansprüche und die Angst, ihren eigenen
Erwartungen nicht gerecht zu werden, machen es ihnen schwer, den
Sprung zu tun und den Beweis für ihr Können anzutreten.
Handeln statt fühlen: Aktivitäten sind ein Mittel, das
erfolgreich eingesetzt werden kann, um sich vor der
Konfrontation mit den eigenen Gefühlen oder denen anderer
Menschen zu drücken. Löwe-ICs, deren Schwerpunkt mehr auf der
Handlungsseite liegt, verwechseln Aktivität mit Kreativität. Sie
glauben, immer etwas tun zu müssen, um wichtig und wertvoll zu
sein, und versäumen es deshalb, Prozesse in sich reifen zu
lassen.
Schwankendes Stimmungs- und Energielevel: Ihre
Stimmungen schwanken und mit ihnen auch ihre Schaffenskraft.
Immer wieder sind sie auch hin- und hergerissen zwischen dem
Wunsch, in den Tag hinein zu leben und ihrem Ehrgeiz, der sie zu
Spitzenleistungen antreibt.
|
|
Scheinbare
Lösungsstrategien: Wassermann am MC
|
|
Distanz als Fluchtweg: Wassermann-MCs, die sich
ihren Ansprüchen nicht gewachsen fühlen, sich nicht entscheiden
wollen oder können oder die ihre Versagensängste nicht
überwinden, flüchten in eine Scheinneutralität und –objektivität.
Sie kultivieren die Distanz zum Gefühl, begeben sich in einen
Elfenbeinturm oder nehmen eine elitären Standpunkt ein, der sie
von der breiten Masse abhebt und schützt.
Hybris und der Nimbus des Besonderen: Ihr Bedürfnis,
anders zu sein und sich abzuheben, stillen einige, indem sie
sich eine besondere Attitüde zulegen, kauzig oder betont
originell sind, sich ungewöhnliche Formulierungen oder andere
auffallende Attribute zulegen, einen Titel oder Stammbaum
kultivieren. Anders zu sein ist jedoch eine Angelegenheit, die
aus uns selbst heraus kommen muss. Sie ist ein Ausdruck unserer
individuellen Note, die aus unserer Persönlichkeit entspringt
und für die es nicht genügt, sich mit Äußerlichkeiten zu
schmücken und „snobbish“ zu sein. Selbstüberschätzung und
Hochmut sind Fallen auf dem Weg zu echter Individualität.
Konfliktvermeidung: Sie weichen Auseinandersetzungen
aus und sind äußerst geschickt darin, weder klare, eindeutige
Aussagen zu machen noch sich einer Situation zu stellen, wenn
sie dazu keine Lust haben oder einen Streit fürchten.
Rebellion: Einige Wassermann-MCs sehen ihre Freiheit darin, zu
allem und jedem die Gegenposition einzunehmen. Sie sagen „nein“
oder „ja aber“ und schaffen so die perfekte Situation, in der
sie nicht nur nicht voran kommen sondern sich selbst
schaden. Rebellion muss auf mehr gründen als auf „den Geist, der
stets verneint“ (Goethe). Sie braucht Substanz, Sinn und Ziel
und kann niemals Selbstzweck sein.
Zielloses Handeln: Löwe-ICs können unter einer
fehlenden inneren Koordination und Ausrichtung leiden, die auf
unklare oder widersprüchliche Ziele zurückzuführen ist.
Sie bewerten emotionale Hochs und Tiefs über, stehen
unentschlossen zwischen „Tür und Angel“, zweifeln und kommen zu
keiner Lösung. Dahinter steht die Angst, sich festzulegen oder
den Beweis anzutreten, dass man seine hochgesteckten Ziele auch
zu erreichen vermag.
|
|
Lösungsstrategien
auf dem Weg zu uns selbst: Wassermann am MC
|
|
Objektivität, Distanz Perspektivenvielfalt: Es
ist ein wesentliche, persönlichkeitsverändernde Erfahrung, wenn
Wassermann-MCs erkennen, dass es nicht nur ein Zentrum gibt –
sie selbst-, eine Sonne, um die die Planeten kreisen, sondern
dass das Universum aus vielen Sternen besteht, die alle auf ihre
eigene Art leuchten und ihre eigene Besonderheit haben und die
unterschiedliche Perspektiven und Standpunkte symbolisieren. Sie
sind fasziniert von der Kunst, jeden Menschen, jede
Situation und jedes Ding aus verschiedenen Blickwinkeln heraus
betrachten zu können. Wie von einem Berggipfel aus
überblicken sie dann die verschiedenen Wege und Möglichkeiten
ohne sie sofort zu bewerten oder sich in eine Entscheidung zu
stürzen. Die Wahrheit hat nun viele Gesichter, nicht nur das
eine, das spontan aus einem persönlichen Erleben heraus
entstanden ist.
Distanziertes Engagement: Sie behalten den
Kontakt zu ihren Gefühlen, ohne sich von ihnen
überwältigen zu lassen. Dies bedeutet eine „Standpunktlosigkeit“
im besten Sinn: Statt sofort zu allem gefühlsmäßig Position zu
beziehen und einzugreifen, halten sie sich zurück, bis sie
eindeutige und überzeugende Entscheidungskriterien für ihr
Handeln gefunden haben.
Liebe zum Besonderen: Wassermann.MCs sehnen sich nach
dem Ausgefallenen, nach dem Besonderen, nach dem, was ganz
anders ist und so soll auch ihr Leben verlaufen. Sie wollen
originell sein, sind fasziniert von Paradoxien und allem
Widersprüchlichen, brauchen Gegensätze und Unvereinbarkeiten,
bei denen sie sich um Vereinbarkeit bemühen können.
Grenzen sprengen: Sie wollen und müssen auf ihrem privaten und
beruflichen Lebensweg Neues und Unerwartetes erleben und
bieten, avantgardistisch zu sein, ihren eigenen Stil finden,
eine Andersartigkeit aus sich selbst schöpfen und sich
ausprobieren ohne Perfektionszwang. Dazu brauchen sie starke
Eindrucke und Impulse von außen, die sie anregen und motivieren.
Wassermann-MCs brauchen das Gefühl des Besonderen, des
Ausgefallenen und der Spitzenleistung, die sie hervorheben wird,
um aus ihrer „Standby“-Situation herauszufinden und aktiv zu
werden.
Gegen den Strom schwimmen: Wassermann-MCs sind
diejenigen, die aufrütteln, Überholtes aussortieren, zwingen
umzudenken und anders zu denken. Sie sind nicht bequem, nicht
für sich selbst und nicht für andere. Ihre Visionen sprengen
gängige Grenzen und respektieren keine Komfortzonen, in denen
man sich eingerichtet hat.
Anders aber nicht getrennt: Entwickelte Wassermann-MCs sehnen
sich danach, ihre Einzigartigkeit unter Beweis zu stellen, aber
sie verstehen sowohl, was es bedeutet, ein einzigartiges
Individuum zu sein wie auch Teil eines Kollektivs, in dessen
Gesetzmäßigkeiten und Entwicklungen wir alle bis zu einem
gewissen Grad eingebunden sind und für das wir Teile unserer
Individualität opfern müssen, um das Ganze am laufen zu halten.
|
|
Die
Fluchtpunktachse: Vermeidungsstrategien und Ressourcen
|
|
DDie Zeichen Stier/Skorpion stehen im Quadrat zu Löwe am Imum
Cœli und Wassermann am Medium Cœli. Das Thema der IC/MC-Achse
Löwe/Wassermann und ihrer Fluchtpunktachse Stier/Skorpion ist
die Herausforderung, zwei extrem gegensätzliche Themen unter
einen Hut zu bringen: Zugehörigkeit, Bindung, Sicherheit und
Gemeinsamkeit, für die auch Zugeständnisse zu machen sind
(Stier/Skorpion) im Kontrast zu dem Verlangen nach der eigenen
Individualität, Einzigartigkeit, Autonomie und persönlicher
Freiheit (Löwe/Wassermann): Individuelles Leben und
Selbstverwirklichung versus Leben in der Gemeinschaft.
Vermeidungsstrategien: Östlicher Fluchtpunkt Stier
Besitz: Um die Absicht frei zu sein und der zu werden,
der man sein möchte, nicht einlösen zu müssen, umgibt man sich
mit Besitz und Verpflichtungen, die zwingen, sich um ihren
Erhalt und ihre Vermehrung zu bemühen, so dass wir andere
Aktivitäten kaum Zeit und Energie bleibt.
Gemeinschaft: Eine andere Möglichkeit der Flucht ist,
an einer Gemeinschaft festzuhalten (z. B. die Familie, eine
Bezugsgruppe, eine Firma), in der man eine Sonderrolle einnimmt,
aber abhängig bleibt. So ist man auf der sicheren Seite,
demonstriert dort das Besondere und das Anderssein, muss
das Gewohnte jedoch nicht durch konkrete Handlungen in Frage zu
stellen, was zur Folge hätte, dass Sicherheiten aufgegeben
werden müssten.
Perfektion und Starrheit: Ein weiterer Mechanismus der
Selbstverhinderung ist die Suche nach Perfektion und das
Festhalten an Traditionen und konventionellem Denken, das nur
das Elitäre innerhalb der Norm zulässt. Die Sehnsucht, ein Leben
zu führen, das im besten Sinn abhebt, wird auf diese Weise
amputiert.
|
|
Wie
aus dem östlichen Fluchtpunkt eine Ressource wird:
Westlicher Fluchtpunkt Skorpion
|
|
Opferbereitschaft: Durch die Bereitschaft,
Sicherheiten und Imagepflege aufzugeben und Neuland zu betreten,
kann Originelles, Individuelles und Neues geschaffen werden, das
dem eigenen hohen Anspruch genügt;
Langfristigkeit: Es ist unabdingbar nötig,
soweit Langfristigkeit und Verbindlichkeit für ein Projekt zu
entwickeln, bis es gereift und umgesetzt ist. Dazu gehört die
Fähigkeit, mit Routine umzugehen und sich auf ein Ziel zu
konzentrieren.
[1] Richard Wilhelm: I Ging
|
|
|
Werbeblock |
|
|
|

|
|
|
|